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Seife gibt es schon lange. Nicht gerade als wundervoll duftende Lavendel- oder Rosenseife, die dekorativ und mit sehr viel Aufwand in dafür vorgesehene Formen gegossen wurde. Nein... Aber als schäumendes Reinigungsmittel hat die Seife eine sehr lange Geschichte hinter sich.

Bereits 4.500 Jahre ist das älteste überlieferte Seifenrezept alt. Eingraviert mit Keilschrift in eine Tonschiefertafel fand man es bei den alten Sumerern.

Den Namen verdankt die Seife einer Legende. Auf dem römischen Hügel Sapo wurden rituelle Tieropfer dargebracht. Die Überbleibsel der Opferrituale waren Asche und tierische Fette, die sich mit dem kreideartigen Boden vermischten. Das Regenwasser brachte diese Mischung den Berg hinunter. Unten am Fluß Tiber wusch man die Wäsche besonders gerne mit dieser schäumenden Kreidesubstanz, denn sie wurde hier besonders sauber.

312 v. Ch. wurde das erste römische Bad gebaut. Allerdings gehörte die Seife nicht zum Baderitual. Zur persönlichen Körperhygiene wurden Schweiß und Schmutz mit einer Art Sichel (Strigil) vom Körper abgekratzt, der vorher mit einer Mischung aus duftenden Ölen, Milch, Sand und Blütenblättern eingerieben wurde.

Die Römer und Kelten benutzten Seife hauptsächlich als Medizin zur Behandlung von Hautkrankheiten bzw. als Haarpomade und die Germanen färbten ihre Haare damit rötlich.
Bei Ausgrabungen in Pompeji fand man eine komplette Seifenfabrik samt Seifenstücken. Die Seife war aus Pottasche, Tonerde und Urin hergestellt und wurde hauptsächlich zum waschen und walken von Wolle benutzt.

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